Heiligabend – Ein Fest und seine Rituale

Das Weihnachtsfest hat für viele Menschen seinen Höhepunkt in der Feier des Heiligen Abends am 24. Dezember in den Häusern und Familien.  Es ist das letzte religiöse Ritual, das allgemein noch  in den Familien verbreitet ist – allerdings oft kaum mehr religiös gestaltet. Die typische Feier des Heiligabends ist im 18./19. Jh. aus einer evangelischen Hausandacht entstanden und hat sich dann auch auf katholischer Seite verbreitet. Allerdings stand dort der Heilige Abend noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts mehr unter dem Aspekt der Vorbereitung auf die mitternächtliche Christmette in der Kirche.
Einzelne Riten lassen immer noch diese ursprünglich religiöse Herkunft erkennen, obgleich der Heiligabend inzwischen nicht nur überkonfessionell, sondern auch in vielen Kulturen gefeiert wird.
Wie es zu dieser Entwicklung kam, was die einzelnen Riten und Rituale vom Lesen der „Weihnachtsgeschichte“ bis zum Klingeln des Glöckchens, von den typischen Heiligabendspeisen bis zum Geschenkeauspacken und dem Spielen unter dem Weihnachtsbaum bedeuten, wird ausführlich in einem Buch beschrieben, das auch auf den vielen Zuschriften von Menschen auf eine Umfrage des Instituts für Liturgie- und Alltagskultur zur persönlichen Gestaltung dieses Abends basiert. Sie zeigen auch sehr deutlich, wie sich der Abend – und damit auch das Verständnis des Weihnachtsfestes – inzwischen verändert hat.
Zahlreiche Zitate aus der Literatur geben einen Einblick auch in die Feierform früherer Zeiten. Vor allem der Schriftsteller Walter Kempowski ist mit den vielen Heiligabend-Beschreibungen in seinen Romanen ein launiger und zugleich informativer Begleiter.
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