Spektrum


Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen Menschen vor, die das Thema "Kulinaristik & Religion" ganz praktisch angehen. Wenn auch Sie solche Beispiele kennen, freuen wir uns über Hinweise und Material, das wir auf dieser WebSite vorstellen können.

_____________________________________

Kirche und Wirtshaus

„Man muss auch dem Körper etwas gönnen, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“ hat ein Geistlicher aus Regensburg zu Josef Fendl einmal gesagt. Dieser und noch andere nette Sprüche und Gspasettl des Turmschreibers zum Thema Kirche und Wirtshaus trugen zur abendlichen Unterhaltung der Seminarteilnehmer von „Kirche und Wirtshaus“ vom 24. bis 25. November 2010 in Wildbad Kreuth bei. Dabei ist das Thema, dem sich dieses Seminar gewidmet hatte, durchaus ernst und traurig … Weiterlesen

 
"Nicht nur ein Ma(h)l!" – Gemeinsam statt einsam

Unter diesem Titel veranstaltet die evangelische Gemeinde St. Thomas in Augsburg ein wöchentliches Mittagsmahl für alle, die sich im Gemeinschaft ein ausgesuchtes 3-Gänge-Menü schmecken lassen wollen. Es wird von 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen getragen, die unterschiedlichen Alters sind, katholisch oder evangelisch, arm oder reich, gesellig oder einsam sind. Ebenso genauso wie die Gäste, und das bereits seit März 2004.

Hier ein Auszug aus der Beschreibung, die man auf der WebSite der Gemeinde findet:

"Zum Essen in Gesellschaft bei “Nicht nur ein Ma(h)l” ist jeder eingeladen. Beim gemeinsamen Mittagessen im Gemeindezentrum von St. Thomas werden viele Essengeschichten der Bibel wieder lebendig, die Liebe Gottes zu uns Menschen geht in St. Thomas buchstäblich durch den Magen.
   
Die Tische im Gemeindesaal werden festlich und passend zum Tagesmenü gedeckt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene jedes Alters und jeder Konfessionszugehörigkeit sind da und warten gespannt darauf, dass um 12.30 Uhr das Geheimnis des Tischmenüs gelüftet wird. Nach einem kurzen Tischgebet werden die Speisen für unsere 60 bis 80 Gäste aufgetragen. Seit März 2004 kochen wir für unsere Gäste in fünf Teams mit insgesamt 27 ehrenamtlichen Mitarbeitern jeden Mittwoch (außer in den Schulferien) ein 3 Gänge Menü. In dieser Zeit wurde etwa 160 Mal gekocht und rund 10.000 Menschen haben in St. Thomas in Gemeinschaft gegessen, gelacht und neue Bekanntschaften geschlossen."

Den ganzen Text und viele, viele Bilder finden Sie auf der Gemeindewebsite.

 

_____________________________________

 

Warum essen die nichts? Fasten und Feiern.
Ein Kunst- und Dokumentarfilmprojekt von kulturgymnastik e.V.

Bereits Ende Februar startete das Projekt „Warum essen die nichts? Fasten und Feiern“ von kulturgymnastik e.V. in Kooperation mit der Grundschule am Arkonaplatz in Berlin-Mitte. Das Projekt: In Berlin-Mitte treffen bis heute viele verschiedene Kulturen und Religionen aufeinander: Die Schülerinnen und Schüler zweier 4. Klassen der Grundschule am Arkonaplatz werden in den kommenden Monaten mit den Projektleitern und ihren Lehrerinnen die Fastenrituale der Weltreligionen näher kennen lernen. Das erlernte Wissen wird dabei künstlerisch umgesetzt und in gemeinsamen Aktionen gefestigt. Was bedeutet eigentlich Verzicht? Warum verzichten Menschen freiwillig auf Nahrung oder ungeliebte Gewohnheiten? Die teilnehmenden Kinder schließen eigene Fastenvereinbarungen, sie werden Interviews mit Menschen auf der Straße, mit Fastenden, Freunden und Verwandten zum Thema machen, Rezepte für Fastenspeisen und Rezepte für das Fastenbrechen recherchieren und gemeinsam kochen. Sie machen Fotos, basteln Collagen, entwickeln Flyer und dokumentieren das gesamte Projekt mit der Kamera. Am Ende des Jahres wird es in den Räumen von kulturgymnastik e.V. ein großes Fest ganz im Sinne eines Fastenbrechens geben und der Film und eine Ausstellung werden der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt wird vom Berliner Projektfonds kulturelle Bildung, dem DKHW und der Kreuzberger Kinderstiftung gefördert.

  www.kulturgymnastik.de

 

_____________________________________
Die Stadt Gent führt den fleischlosen Donnerstag ein

Die 240.000 Einwohner zählende Stadt Gent im belgischen Ostflandern hat sich kürzlich zur vegetarischen Hauptstadt Europas erklärt. Auf Wunsch der Stadtväter soll jeder Donnerstag in Gent zum fleischlosen Tag werden, um die Bevölkerung an einen gesünderen Lebensstil heranzuführen und die Maßnahmen zum Klimaschutz durch Verringerung des CO2-Ausstosses zu verstärken. Europaweit gibt es bis heute kein vergleichbares politisches Bekenntnis zur vegetarischen Ernährung.

100 vegetarische Restaurants 

In Restaurants, Schulkantinen und Krankenhäusern der Stadt soll künftig an Donnerstagen auf Fleisch und Fisch verzichtet werden. “Wir haben 90.000 vegetarische Stadtpläne drucken lassen, in denen die Restaurants der Stadt eingezeichnet sind, die auf fleischlose Kost setzen”, erklärte Tom Balthazar, Genter Vizebürgermeister und Mitglied der städtischen Gesundheits- und Umweltkommission. Mit knapp 100 vegetarischen Restaurants gibt es in Gent nach offiziellen Angaben im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr vegetarische Restaurants als in Berlin, Paris oder London. Rund zwei Prozent der Genter sind bereits heute Vegetarier.

Entsprechend dem CO-Ausstoss einer halben Million Autos

Beraten werden die Organisatoren von der belgischen Vegetarierorganisation EVA (Ethical Vegetarian Alternative). Sie betont neben dem Gesundheitsaspekt insbesondere die Auswirkungen von Fleischverzehr auf das Klima: “Wenn jeder Einwohner Flanderns an einem Tag in der Woche auf Fleisch verzichtet, ersparen wir dem Klima jährlich den CO2-Ausstoss einer halben Million Autos”, so EVA-Sprecher Tobias Leenaert. Weitere belgische Gemeinden hätten bereits angekündigt, dem Beispiel Gents folgen zu wollen.

Mit dem Experiment “Donderdag Veggiedag” (Donnerstag - Vegetarischer Tag) unterziehen die Stadträte Gents die städtische Lebensmittelversorgung einer Belastungsprobe. Die jüngsten Ernährungs- und Klimastudien hätten für die Politiker den nötigen Ausschlag gegeben, die Öffentlichkeit mit der vegetarischen Alternative vertraut zu machen. Durch Fleischproduktion und -konsum entstünden 18 Prozent der belgischen Treibhausgasemissionen. Hinzu kämen durch die Folgen von Übergewicht und Adipositas erhebliche volkswirtschaftliche Schäden. Diesen Missständen wolle die Stadtregierung Gents mit dem vegetarischen Donnerstag entgegen wirken.

Besonderes Augenmerk legen die Initiatoren auf die Schulen. Den Schulkindern soll durch das Aufzeigen einer genussvollen Alternative zum Fleischgenuss ein stärkeres Bewusstsein für gesunde Ernährung und Klimaschutz vermittelt werden. Eltern, die mit dem fleischlosen Donnerstag-Schulmenu nicht einverstanden sind, können für ihre Kinder trotzdem eine fleischhaltige Mahlzeit an Schulen einfordern.

(APD)(nach AdventEcho online, 19.6.2009)

______________________________________________________________________________
  „Essen mit den Heiligen“

Eine Verbindung von Liturgie und Alltag besonderer Art gibt es in einer Gemeinde
nördlich von Hamburg: ein Kirchencafé – nicht nur mit Restaurantbetrieb, in dem
man gut, fair und günstig essen und trinken kann, sondern das auch mit Kleinkunst
und einer besonderen, regelmäßigen Veranstaltung aufwartet, die sich „Essen mit
den Heiligen“ nennt. Was sich dahinter verbirgt, schildert der Verantwortliche, Pa-
stor Gunnar Urbach:

„Das Kirchencafé Falkenberg (www.kirchencafe-falkenberg.de) ist eine Einrich-
tung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Harksheide (www.kirche-harksheide.de). Das
Kirchencafé wird Ende April 2009 seinen fünften Geburtstag feiern. Im Kirchenca-
fé gibt es drei regelmäßige Veranstaltungsreihen „Essen mit den Heiligen“, „Kaf-
fee-Klatsch“ und „Kleinkunst“. Am 13.3. wird es das 40. „Essen mit den Heiligen“
geben, an dem der 2.000 Gast erwartet wird. Ich erzähle an jedem Abend die Ge-
schichte einer/eines Heiligen, das können übrigens auch moderne Heilige wie Diet-
rich Bonhoeffer oder Martin Luther King sein. Dazu gibt es jeweils ein drei- bis
viergängiges Menü, das von einem befreundeten Norderstedter Gastronomen vor-
bereitet und serviert wird, da dies die Kapazität unseres kleinen Kirchencafés über-
steigt. Für die Gäste gibt es als Zusammenfassung jeweils zum Abschluss eine
„Heiligen-Zeitung“, die größtenteils unter Verwendung des Ökumenischen Heili-
genlexikons und ggf. weiterer Quellen von mir erstellt wird. An den „Essen mit den
Heiligen“ nehmen in der Regel Menschen zwischen 30 und 35 bzw. 65 und 70 Jah-
ren teil, von denen viele nicht zum kirchlichen „Stammpublikum" gehören.“ –
 
Wir finden, das ist eine tolle Idee und empfehlen, sich das Kirchencafé und seine
diversen Angebote einmal im Internet näher anzusehen – oder einmal einen Abste-
cher dorthin zu machen. Es lohnt sich sicherlich.

 

Speisereise …downloads: 1366 | type: pdf | size: 0 kB

…nennt sich eine Veranstaltungsreihe, die vom Verein "Brücke – Köprü" in Nürnberg veranstaltet wird. Im Begegnungszentrum für Christen und Muslime kochen und essen die Menschen gemeinsam traditionelle Gerichte zu den Festen ihrer Religionen. So erfährt man fast nebenbei etwas über die Religion des anderen, beim Zubereiten wird nicht nur gemeinsam geschnippelt und abgeschmeckt, sondern auch erzählt und diskutiert.
Näheres zu diesen religiös-kulinarischen Nachmittagen, die es seit 2002 gibt, erfahren Sie in der beigefügten pdf-Datei. Der Artikel wurde dem Heft entnommen: Weißt du, wer ich bin? ACK-Projekt und Materialsammlung II, Frankfurt 2007.)

Seelsorger für Tourismus und Gastronomiedownloads: 1258 | type: pdf | size: 0 kB

Der Dominikanerpater Paul Schäfersküpper ist Tourismus-Seelsorger im Erzbistum München und für Fragen der Gastronomie zuständig. Gerd Felbel hat ihn für die Themenseiten "Mit Leib und Seele" des Rheinischen Merkur (Ausgabe 31 vom 2. August 2007) interviewt. Das Interview, in dem er über sein Tätigkeitsfeld und seine Aufgaben erzählt, können Sie hier als pdf herunterladen. (Wir danken dem Verlag des Rheinischen Merkurs [www.merkur.de] für die freundliche Erlaubnis!))
 

Brunch & Pray …downloads: 1296 | type: pdf | size: 0 kB

… dein Gottesdienst um 5 nach 12 Uhr. – Brunch & Pray ist ein kreativ anderer, ökumenisch vorbereiteter Gottesdienst, von dem besonders junge Menschen angesprochen werden. Live-Musik, meditative Elemente, Filmszenen und ein gemeinsamer Imbiss prägen diesen Gottesdienst, in dem zentrale Themen des Lebens ganzheitlich und lebensnah erfahren werden sollen. – Die nächsten Gottesdienste im Jahr 2009 … St. Johannis, Hofstallstraße 5, Würzburg. – Noch mehr Informationen und Kontaktmöglickeiten zum Veranstalter finden Sie in der pdf-Datei, die Sie herunterladen können.
 

Das Ultimo-Frühstück …downloads: 1295 | type: pdf | size: 0 kB

… in Rinteln ist eine besondere Mahlzeit am Morgen: Hier findet sich schon einmal ein Brotaufstrich, den sich die allein lebende Rentnerin nicht kaufen würde, hier darf dem ersten Frühstücksei ein zweites folgen und: Hier nähren nicht nur Speise und Trank. Einsame finden Gesprächspartner, neue Kontakte - eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Dieses Frühstück für Bedürftige hat die reformierte Gemeinde Rinteln im März 2006 ins Leben gerufen: Das Ultimo-Frühstück wird jeweils am letzten Mittwoch des Monats angeboten – wenn das Geld knapp wird. Daher der Name: Ultimo. Mehr dazu erfahren Sie in der Download-Datei.