Der schöne Jesus und andere heiligmäßige Knaben

„Die Lehrlinge hatten Jesus gern. Er … war ein schönes Kind, nicht nur was sein braunes Haar, die braunen Augen, den goldenen Schimmer seiner Haut oder auch seinen schlanken und bereits muskulösen Körper betraf, nein, auch in dem Schweigen, das ihn umgab, lag Schönheit. Diese Schönheit wurde aus Quellen genährt, die man kaum zu bestimmen vermochte“ (Gerald Messadié, Ein Mensch namens Jesus, 1989).

Vom biblischen Hirtenjungen David bis zum jugendlichen Heiligen der Neuzeit wie Domenico Savio: Der heiligmäßige Knabe wird in der Literatur und in der Kunst – und auch im Film – gern als besonders schön dargestellt. Nicht erst seit Johann Caspar Lavaters „Physiognomischen Fragmenten“ gilt äußere Schönheit als Ausdruck immerer Werte.  Daher wurde und wird auch Jesus immer wieder als besonders edel beschrieben. Doch auch andere Aspekte kommen zum Tragen.

Guido Fuchs ist den Hintergründen des in der Literatur auffallend häufigen Motivs des „schönen Knaben“ nachgegangen und hat in einer Sammlung erlesene Texte zusammengetragen. Das mit Bildern ausgestattete Buch ist über das Institut oder den Verlag zu beziehen – sowie über jede Buchhandlung und im Internet.

Guido Fuchs
Tadzios Brüder. Der „schöne Knabe“ in der Literatur.
Verlag Monika Fuchs, Hildesheim 2015 (Euro 26,95)

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe unter www.tadzios-brueder.de – dort finden Sie auch nähere Angaben zum Buch sowie weiterführende Artikel zu einzelnen Schriftstellern und Motiven.

(Bild aus dem Film „Der junge Messias“)

 

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