Drei Weihnachtstitel – neu aufgelegt

Der Herder-Verlag hat in diesem Jahr eine Taschenbuch-Ausgabe des 2009 erschienen Buches „Unsere Weihnachtslieder und ihre Geschichte“ neu im Programm.

Der Titel ist etwas irreführend, denn das Büchlein enthält nicht die Geschichte verschiedener Weihnachtslieder, sondern beschreibt die Geschichte des Weihnachtsfestes im Spiegel seiner Gesänge und Lieder – von den ersten Anfängen bis in das 3. Jahrtausend. Darunter natürlich auch viele bekannte, aber eben auch weniger geläufige; liturgische Gesänge, Schlager  und Popsongs. Denn auch letztere haben eine weihnachtliche Botschaft und sagen damit etwas über das Fest-Verständnis  in ihrer jeweiligen Zeit aus. In 25 Kapiteln werden die  Lieder vorgestellt, aus denen sich ein facettenreiches Bild der kirchlichen, gesellschaftlichen und häuslichen Feier des Weihnachtsfestes in der Geschichte ergibt.

Guido Fuchs | Unsere Weihnachtslieder und ihre Geschichte | Verlag Herder, Freiburg im Br. 2018 | Pb., 192 S. |ISBN: 978-3-451-03141-0 | EUR 10,00

Die Feier des Heiligabends ist das letzte religiöse Ritual, das noch allgemein in den Familien verbreitet ist – allerdings oft kaum mehr religiös gestaltet und erkennbar. Die typische Feier des Heiligabends ist im 18./19. Jh. aus einer evangelischen Hausandacht entstanden und hat sich dann auch auf katholischer Seite verbreitet.

Wie es dazu kam, was die einzelnen Riten und Rituale vom Lesen der „Weihnachtsgeschichte“ bis zum Klingeln des Glöckchens, von den typischen Heiligabendspeisen bis zum Geschenkeauspacken und dem Spielen und Erzählen unter dem Weihnachtsbaum bedeuten, wird ausführlich in diesem Buch geschildert, das auch auf vielen Zuschriften auf die Umfrage des Instituts zur Feier dieses Abends basiert. Sie geben nicht nur einen interessanten Einblick in verschiedene heutige Feierformen des Heiligabends, sondern zeigen auch sehr deutlich, wie sich dieser – aber auch das Verständnis des Weihnachtsfestes – inzwischen verändert hat. Das 2002 erstmals erschienen Buch wurde für seine Neuauflage auch durch eine neue Umfrage aktualisiert.
Zahlreiche Zitate aus der Literatur stellen auch die Feierform früherer Zeiten vor Augen . Vor allem der Schriftsteller Walter Kempowski ist mit den vielen Heiligabend-Beschreibungen in seinen Romanen ein launiger und zugleich informativer Begleiter.

Guido Fuchs | Heiligabend. Ein Fest und seine Rituale |Kevelaer/Regensburg 2017 | Klapperbroschur 186 S., ISBN 978-8367-0033-7 | EUR 16,00

Auch Ostern hat seinen – freilich liturgischen – Höhepunkt in der Nacht. Zur Feier der Osternacht gehört der Gesang des österlichen Exsultet. Für nicht wenige Gläubige der Inbegriff an Feierlichkeit. Etwas Ähnliches hat Weihnachten nicht.

Doch es gibt auch ein weihnachtliches Exsultet. Im Jahr 2001 erschien erstmals dieser Gesang nach einen Text des Mystikers Thomas von Kempen. Jahrelang vergriffen, ist dieser Lobpreis auf die Nacht und die Geburt des Herrn („Heute frohlocken die Engel, heute jauchzen die Erzenegel …“)  wieder erhältlich. Der feierliche Gesang – in einer einstimmigen, dreistimmigen und vierstimmigen Version – wird auch in einer Textvariante für den Weihnachtstag angeboten. Er eignet sich für Beginn des Gottesdienstes, aber auch als Luzernarium bei einer weihnachtlichen Vesper oder als feierliches Chorstück während der Weihnachtsmesse. Die Gemeinde ist durch Kehrverse in dieses „Praeconium natale“ mit eingebunden. – Dem Buch liegt auch eine CD bei, auf der die verschiedenen Varianten zu hören sind.

O selige Nacht. Ein Weihnachts-Exsultet nach einem Text von Thomas von Kempen |übertragen und zum Singen eingerichtet von Guido Fuchs |Verlag Monika Fuchs, Hildesheim 2016, | 40 Seiten | Hardcover |  mit Audio-CD | ISBN 978-3-940078-00-1 | EUR 19,90

Nähere Informationen und Leseprobe: direkt beim Verlag

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